15 March 2026, 12:10

Revolutionäres Start-up verwandelt Textilmüll in neue Mode-Rohstoffe

Ein Stück Stoff mit einem leuchtenden, detailreichen kreisförmigen Design, bestehend aus verschiedenen Formen und Farben, einschließlich Kreisen, Quadraten und Dreiecken, vor einem weißen Hintergrund.

Revolutionäres Start-up verwandelt Textilmüll in neue Mode-Rohstoffe

Deutsches Start-up eeden verwandelt Textilmüll in frische Rohstoffe für Kleidung

Das in Münster ansässige Unternehmen eeden hat ein Verfahren entwickelt, um alte Stoffe in ihre Bestandteile zu zerlegen und diese wiederzuverwerten. Investoren haben das Projekt bereits mit über 20 Millionen Euro unterstützt.

Die Technologie des Unternehmens schließt die Lücke zwischen Abfall und neuer Kleidung: Sie trennt Baumwolle und Polyester aus alten Textilien und gewinnt hochwertige Zellulose sowie chemische Grundbausteine. Diese Materialien fließen direkt zurück in die Faserproduktion und das Polyester-Recycling.

Eine neue EU-Vorschrift schreibt nun die getrennte Sammlung von Textilmüll vor – eine Regelung, die eedens Geschäftsmodell stärkt, indem sie eine stetige Rohstoffversorgung sichert. Die Verordnung passt zum Ziel des Unternehmens, ein vollständig kreislauffähiges Textilsystem zu schaffen.

Hinter der Innovation steht ein Team von über 25 Mitarbeitenden, das junge Talente mit erfahrenen Fachkräften vereint. Viele kamen von Großkonzernen wie BASF, angezogen von eedens bahnbrechenden Methoden und der kollaborativen Arbeitskultur. Aktuell baut das Unternehmen in Münster seine erste industrielle Demonstrationsanlage.

Langfristig plant eeden, die Technologie weltweit zu lizenzieren. Zunächst soll das Modell in Deutschland erfolgreich etabliert werden, bevor die internationale Expansion folgt.

Mit über 20 Millionen Euro an Fördergeldern und einer im Bau befindlichen Demonstrationsanlage steuert eeden auf die großindustrielle Textilrecycling-Produktion zu. Die EU-weite Trennungspflicht für Textilabfälle unterstützt das Wachstum zusätzlich, indem sie die Materialversorgung sichert. Bisher hat jedoch noch keine große Modemarke die Technologie öffentlich in ihre Lieferketten integriert.

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