Revolutionäres IMMS-Steuerungssystem gewinnt Silber bei Thüringer Zukunftspreisen
Juan AdlerRevolutionäres IMMS-Steuerungssystem gewinnt Silber bei Thüringer Zukunftspreisen
Ein neues Steuerungssystem, das vom Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS) entwickelt wurde, hat bei den Thüringer Zukunftspreisen eine Silbermedaille gewonnen. Die Erfindung, die eine Präzision im Sub-Nanometerbereich ermöglicht, trifft auf den wachsenden Bedarf an ultrapräzisen Maschinen in Branchen, die nanometergenaue Messungen und Justierungen erfordern.
Das patentierte System mit dem Titel "Positioniersystem mit Regler und Verfahren zu dessen Konfiguration" wurde an der Technischen Universität Ilmenau während der iENA-Erfindermesse ausgezeichnet. Alex Huaman, der Erfinder hinter dem IMMS-Patent, entwickelte ein Steuerungskonzept, das die Präzision in hochdynamischen, mehrkoordinativen Direktantriebssystemen deutlich verbessert.
Die Technologie basiert auf einem fortschrittlichen dynamischen Beobachter, der Störungen aktiv ausgleicht. Ein Echtzeit-Störgrößenbeobachter berechnet störende Kräfte und Momente, sodass das System proaktiv gegensteuern kann. Dadurch wird eine ultrapräzise Positionierung selbst über große Arbeitsbereiche hinweg gewährleistet.
Dr.-Ing. Ludwig Herzog, Leiter der Abteilung Mechatronik am IMMS, leitete die Entwicklung des Projekts. Die Innovation reagiert auf die steigende Nachfrage der Industrie nach Maschinen, die sowohl bei Messungen als auch bei Manipulationen Nanometer-Präzision bieten.
Die Auszeichnung unterstreicht das Potenzial des Systems, die Präzisionstechnik in Bereichen wie der Halbleiterfertigung und der Materialforschung zu revolutionieren. Mit seiner Fähigkeit, eine Genauigkeit im Sub-Nanometerbereich zu halten, könnte die IMMS-Erfindung neue Maßstäbe für die dynamische Steuerung in Hochpräzisionsanwendungen setzen.






