13 April 2026, 08:10

Rentenreform spaltet CDU/CSU: Junge Abgeordnete drohen mit Blockade gegen 48-Prozent-Garantie

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland.

Peer Steinbrück: "Ich finde diese Rentenreform skandalös" - Rentenreform spaltet CDU/CSU: Junge Abgeordnete drohen mit Blockade gegen 48-Prozent-Garantie

Ein Streit über die Rentenreform ist zwischen jungen Abgeordneten der CDU/CSU und der Koalitionsregierung ausgebrochen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Pläne, das Rentenniveau nach 2031 bei 48 Prozent zu stabilisieren. Achtzehn konservative Bundestagsabgeordnete haben nun gedroht, den Vorschlag zu blockieren, da sie befürchten, dass er die langfristige Finanzstabilität gefährdet.

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Die Auseinandersetzung eskaliert, nachdem der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die Reformen ebenfalls als ungerecht gegenüber jüngeren Generationen scharf kritisiert hat.

Das Rentenvorhaben der Regierung umfasst ein von der SPD unterstütztes Versprechen, das Rentenniveau auch nach 2031 bei 48 Prozent zu halten. Die Finanzierung soll dabei aus allgemeinen Steuergeldern erfolgen, statt durch höhere Rentenbeiträge. Doch junge CDU/CSU-Abgeordnete lehnen diese Garantie ab und warnen, sie könnte künftige Steuerzahler übermäßig belasten.

Ein zentraler Streitpunkt ist die geplante Aussetzung des Nachhaltigkeitsfaktors – ein Mechanismus, der die Renten an demografische und wirtschaftliche Entwicklungen koppelt. Kritiker argumentieren, dass dessen Abschaffung die finanzielle Grundlage des Systems schwächen würde. Gleichzeitig drängt die CSU auf eine Ausweitung der Mütterrente, deren Kosten auf jährlich fünf Milliarden Euro geschätzt werden.

Steinbrück hat beide Maßnahmen scharf angegriffen. Die Ausweitung der Mütterrente bezeichnete er als "perversen Effekt", die gesamte Reform nannte er ein "Skandal". Sein Hauptkritikpunkt ist das Fehlen von Generationengerechtigkeit, da die aktuellen Pläne stark auf steuerfinanzierte Subventionen setzen – den größten Einzelposten im Bundeshaushalt.

Der Rentenstreit droht nun, den Reformprozess zu verzögern. Die Regierung muss entweder mit den rebellischen Abgeordneten verhandeln oder die Pläne ohne deren Unterstützung vorantreiben. Jeder Kompromiss wird die schwierige Balance zwischen kurzfristiger Stabilität und langfristiger Finanzierbarkeit für die Steuerzahler wahren müssen.

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