25 March 2026, 06:10

Renault revolutioniert Lieferkette: Autobatterien als wertvolle Kreislauf-Ressource

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert Lieferkette: Autobatterien als wertvolle Kreislauf-Ressource

Renault Gruppe gestaltet Lieferkette um: Autobatterien als wertvolle Ressource statt Wegwerfteil

Die Renault Gruppe hat ihre Lieferkette neu konzipiert, um Fahrzeugbatterien nicht länger als austauschbare Verschleißteile, sondern als hochwertige Vermögenswerte zu behandeln. Dieser Wandel kommt zu einer Zeit, in der Batterien bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Autos ausmachen. Das Unternehmen strebt ein Kreislaufsystem an, in dem jeder Partner gleichzeitig Lieferant und Kunde ist.

Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht die Maximierung der Fahrzeughaltbarkeit bei minimalen Stillstandszeiten. Renault führte ein Batterie-Tauschsystem ein, das defekte Einheiten schnell ersetzt, während die ursprünglichen Akkus parallel repariert werden. Auf diese Weise sollen längere Ausfallzeiten vermieden werden – das Ziel liegt bei maximal 15 bis 20 Tagen pro Fahrzeug.

Eine Herausforderung bleibt die Echtzeit-Nachverfolgung, da Händler, Lager und Recyclingbetriebe unterschiedliche ERP-, WMS- und TMS-Systeme nutzen. Diese Inkompatibilitäten erschweren die Datentransparenz in einer Lieferkette, die Bauteile in mehrere Richtungen bewegt. Hinzu kommt, dass Batterien als Gefahrgut eingestuft werden und die Vorschriften unvorhersehbar variieren – selbst innerhalb Deutschlands, wo die Regelungen je nach Bundesland differieren.

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Die Kreislaufwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in Renaults Strategie. Durch die Aufarbeitung von Batterien spart das Unternehmen jährlich rund 80.000 Tonnen Rohstoffe ein. Dieser Prozess unterstützt nicht nur die Nachhaltigkeitsziele, sondern steigert auch die Effizienz.

Renaults Modell behandelt Batterien als langfristige Investition, senkt Kosten und verbessert die Ökobilanz. Das Tausch- und Reparatursystem reduziert Fahrzeugstillstände, während kreislauforientierte Praktiken den Materialverbrauch verringern. Trotz regulatorischer und logistischer Hürden stärkt der Ansatz die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette.

Quelle