Nur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki – eine Vertrauenskrise
Mara VogtNur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki – eine Vertrauenskrise
Eine aktuelle Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit mit der Amtsführung von Kardinal Rainer Maria Woelki unter den Kölner Bürgerinnen und Bürgern. Die Ergebnisse zeigen, dass nach mehr als einem Jahrzehnt im Amt nur noch ein winziger Bruchteil der Stadtbevölkerung hinter ihm steht.
Die von Forsa durchgeführte Erhebung ergab, dass lediglich drei Prozent der Kölner mit Woelkis Führung zufrieden sind. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen sinkt dieser Wert sogar auf null. Selbst bei älteren Bevölkerungsgruppen bleibt die Zustimmung gering: Nur fünf Prozent der 45- bis 59-Jährigen und sechs Prozent der über 60-Jährigen äußerten sich positiv.
Insgesamt gaben 83 Prozent der Befragten an, weniger oder gar nicht zufrieden mit seiner Amtsführung zu sein. Forsa-Chef Manfred Güllner bezeichnete die Ergebnisse als „Katastrophe“ für die Kirche und den Kardinal. Solche Zustimmungswerte unter zehn Prozent seien extrem selten – selbst bei besonders unbeliebten Politikern, so Güllner.
Er betonte zudem, dass Woelki in der Kölner Katholikengemeinde keine verlässliche Unterstützungsbasis mehr habe. Die Umfrage legt eine schwerwiegende Vertrauenskrise in Woelkis Führung quer durch alle Altersgruppen offen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass er vor enormen Herausforderungen steht, das Vertrauen der Kölner zurückzugewinnen. Angesichts der weitverbreiteten Unzufriedenheit, die die Erhebung zutage fördert, könnte die Kölner Kirche gezwungen sein, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
