29 April 2026, 14:15

NRW-Bibliotheken werden zu lebendigen Begegnungsstätten mit digitalem Mehrwert

Schwarzes und weißes Foto eines öffentlichen Schulbibliothekgebäudes in Dayton, Ohio, mit Fenstern, Bäumen und Himmel im Hintergrund, das eine Beschriftung am unteren Rand enthält.

NRW-Bibliotheken werden zu lebendigen Begegnungsstätten mit digitalem Mehrwert

Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen werden zu lebendigen Begegnungsstätten jenseits ihrer klassischen Rolle

Mit über 1.700 Standorten – fast ein Fünftel aller Bibliotheken in Deutschland – entwickeln sich die Büchereien in NRW längst zu viel mehr als nur Orten der Bücherleihe. Sie bieten heute digitale Medien an, veranstalten Workshops zu Themen wie Fake News oder Cybermobbing und reagieren damit auf den wachsenden Bedarf in der Gesellschaft. Aktuell wird sogar gefordert, die Öffnungszeiten auszuweiten – ein Zeichen für ihre zunehmende Bedeutung im Alltag der Menschen.

Allein 2023 verzeichneten die öffentlichen Bibliotheken in NRW über 22,3 Millionen Besuche, statistisch gesehen also 1,2 Besuche pro Einwohnerin und Einwohner. "Bibliotheken sind zu dritten Orten geworden, an denen sich Menschen begegnen und austauschen", erklärt Heike Pflugner, Vorsitzende des Bibliotheksverbands NRW. Neben Büchern finden Besucher hier Spielkonsolen, Computer, 3D-Drucker und ein breites Kursangebot für alle Altersgruppen – von der frühkindlichen Förderung bis zur Erwachsenenbildung.

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Anlässlich des Tags der Bibliotheken in der gesamten Region wird dieser Wandel besonders sichtbar: Mit Aktionen wie Spieltest-Stationen, Führungen hinter die Kulissen und interaktiven Workshops präsentieren sich die Häuser als moderne Lern- und Kulturorte. Der Medienpädagoge Prof. Friedrich Schönweiss betont, dass Bibliotheken sich heute als Zentren für Sprache, Kultur und gesellschaftlichen Dialog neu erfinden müssten.

Aktuell haben die Bibliotheken in NRW jedoch nur unter der Woche geöffnet. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer setzt sich nun für Sonntags- und Feiertagsöffnungen ein – eine Forderung, die Schönweiss unterstützt. "In einer zunehmend digitalisierten Welt werden Bibliotheken zu unverzichtbaren Räumen für Bildung und sozialen Austausch", so der Experte.

Hinter dem Vorstoß, die Öffnungszeiten zu erweitern, steht die wachsende gesellschaftliche Relevanz der Bibliotheken. Mit Millionen von Besuchen pro Jahr und einem stetig wachsenden Angebot an Dienstleistungen festigen sie ihren Platz als zentrale Gemeinschaftseinrichtungen. Die geplanten Änderungen sollen sie noch zugänglicher für die Bevölkerung machen.

Quelle