05 June 2026, 17:30

NRW baut Asylunterkünfte ab – Rückgang der Anträge um ein Drittel

Land verringert Plätze in Flüchtlingsunterkünften

Land verringert Plätze in Flüchtlingsunterkünften - NRW baut Asylunterkünfte ab – Rückgang der Anträge um ein Drittel

Nordrhein-Westfalen (NRW) baut seine landeseigenen Unterkünfte für Asylsuchende zurück. Der Schritt folgt einem deutlichen Rückgang der Anträge in diesem Jahr – die Zahlen sind im Vergleich zu 2023 um ein Drittel gesunken. Die Behörden planen nun, die Kapazitäten von 41.000 auf 35.000 Plätze in 53 Einrichtungen zu reduzieren.

Das Land hatte seine Aufnahmekapazitäten in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Anfang 2022 standen in NRW noch 15.000 Plätze für Asylbewerber zur Verfügung, bis 2024 stieg diese Zahl auf 41.000. Doch der Bedarf hat sich seitdem verringert: Die Erstanträge in NRW liegen in diesem Jahr unter 45.000. Bundesweit gingen die Zahlen ebenfalls zurück – von knapp 330.000 im Jahr 2023 auf unter 230.000 in diesem Jahr.

Die aktuellen Auslastungszahlen spiegeln diesen Rückgang wider: Die zentralen Unterkünfte sind zu etwa 44 Prozent belegt, die Erstaufnahmeeinrichtungen sogar nur zu 19 Prozent. Als Reaktion wird das Ministerium in den kommenden Wochen mit den kommunalen Behörden beraten, welche Standorte verkleinert werden sollen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Von den verbleibenden 35.000 Plätzen sollen 28.000 aktiv genutzt werden, 7.000 bleiben als Reserve vorgesehen. Die Behörden betonen, dass die Umstrukturierung keine zusätzliche Belastung für die Kommunen mit sich bringen werde. Schnellere Verteilungen und die konsequente Durchsetzung der Wohnsitzregelungen in den Landeseinrichtungen sollen für Ausgleich sorgen.

Mit der Anpassung passt NRW sein System besser an die aktuelle Nachfrage an. Angesichts geringerer Zugangsahlen und optimierter Abläufe strebt das Land an, Ressourcen effizient zu steuern, ohne die lokalen Verwaltungen zu überlasten. Die konkreten Beratungen über die Reduzierung einzelner Einrichtungen sollen in Kürze beginnen.

Quelle