22 March 2026, 16:08

NRW-Bauministerin Scharrenbach wegen "Kultur der Angst" in der Kritik

Ein Mann in einem weißen Kleid und einer Mütze sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch liegen, und ein weiterer Mensch mit Brille rechts von ihm in einem Raum mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen Gespräche an - NRW-Bauministerin Scharrenbach wegen "Kultur der Angst" in der Kritik

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach gerät wegen Führungsstils in die Kritik

Berichten zufolge herrscht in ihrem Ministerium ein von Angst und Einschüchterung geprägtes Arbeitsklima. Die Vorwürfe wurden bekannt, nachdem interne Dokumente und Hinweise von Whistleblowern veröffentlicht wurden.

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Bereits im Januar 2025 hatte ein Personalvertreter Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, über Fehlverhalten in Scharrenbachs Ministerium informiert – noch vor der Bundestagswahl 2025. Wie der WDR später berichtete, war Liminski über Mobbingvorwürfe unterrichtet worden. Auch der Spiegel veröffentlichte Auszüge aus einem internen Schreiben, das eine "Kultur der Angst" unter Scharrenbachs Führung beschrieb.

Ein anonymer hochrangiger Mitarbeiter wurde mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört." Fragen zur Arbeitsatmosphäre im Ministerium kamen auf, als zu Beginn der Legislaturperiode die Digitalverwaltungsabteilung umstrukturiert wurde. Bisher gibt es jedoch keine klaren Belege dafür, dass sich die Verhältnisse seitdem verbessert hätten.

Am Donnerstag räumte Scharrenbach Fehler in ihrem persönlichen Führungsverhalten ein. Sie nahm die geäußerten Bedenken ernst und kündigte an, sich mit betroffenen Mitarbeitern in persönlichen Gesprächen auszutauschen. Zudem plant sie gemeinsame Treffen mit dem Personalrat.

Die Ministerin versprach konkrete Schritte, um die Führungsprobleme zu beheben – darunter direkte Gespräche mit den Beschäftigten und eine engere Zusammenarbeit mit dem Personalrat. Nun steht das Ministerium in der Pflicht zu beweisen, ob diese Maßnahmen die kritisierten Arbeitsbedingungen tatsächlich verbessern werden.

Quelle