16 April 2026, 12:11

Neuer Lebensraum für die seltene Zauneidechse im Kreis Herford entsteht

Ein steiniger Strand mit verstreuten Felsen und Kieseln, der eine kleine Eidechse zeigt, die auf einem der Felsen sitzt, und trockene Blätter und Zweige im Hintergrund.

Neuer Lebensraum für die seltene Zauneidechse im Kreis Herford entsteht

Kreis Herford schafft neuen Lebensraum für die seltene Zauneidechse

Der Kreis Herford hat an einem Hang in der Nähe von Schloss Vlotho eine 1.400 Quadratmeter große Fläche gerodet, um einen neuen Lebensraum für die seltene Zauneidechse zu schaffen. Mit dem Projekt soll eine der letzten verbliebenen Populationen dieser streng geschützten Art in der Region gestärkt werden. Die Arbeiten auf dem Gelände werden fortgesetzt, weitere Baumaßnahmen sind für das späte Jahr 2025 geplant.

Die Zauneidechse, die in Deutschland unter strengem Artenschutz steht, bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Boden. Doch ein Großteil ihres ursprünglichen Lebensraums entlang der Weser ist durch Begradigungen des Flusses und Uferbefestigungen verschwunden. Heute existieren im Kreis Herford nur noch wenige Populationen – vor allem im Raum Vlotho.

Während der jüngsten Sanierung von Schloss Vlotho waren die dort ansässigen Zauneidechsen erfolgreich in ein temporäres Habitat umgesiedelt worden. Bis 2025 hatten sie sich dort vermehrt, was die Wirksamkeit der Umsiedlungsmaßnahme belegte. Nun erweitert der Kreis diese Bemühungen, indem er einen bewaldeten Hang in der Nähe des Schlosses in einen geeigneten Lebensraum verwandelt.

Das gerodete Gelände wird im oberen Bereich flache, terrassierte Erdwälle erhalten, die ideal für Zauneidechsen sind. Weiter unten, in Richtung Coringenweg, entstehen artenreiche Magerwiesen, die Insekten anlocken sollen. Als Ausgleich für den verlorenen Wald wird der Kreis Herford eine 3.000 Quadratmeter große Fläche in Vlotho-Exter aufforsten.

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Die Bauarbeiten am Amtshausberg beginnen voraussichtlich im November 2025, wetterabhängig. Während dieser Zeit wird der Coringenweg unterhalb des Schlosses gesperrt; eine Umleitung führt über den Apothekerweg.

Das Projekt soll kritische Lebensräume für die Zauneidechse wiederherstellen und gleichzeitig ökologische Ausgleichsmaßnahmen schaffen. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gelände langfristig den Erhalt dieser seltenen Art unterstützen. Die Straßenabschnitte bleiben bis zum Ende der Bauarbeiten gesperrt, Umleitungen sind eingerichtet.

Quelle