Münster erreicht historischen CO₂-Tiefstand – doch das 1,5-Grad-Ziel bleibt in Gefahr
Elisa GudeMünster erreicht historischen CO₂-Tiefstand – doch das 1,5-Grad-Ziel bleibt in Gefahr
Münster hat seine CO₂-Emissionen seit 1990 um 37 Prozent reduziert und erreichte im vergangenen Jahr mit 1,65 Millionen metrischen Tonnen einen neuen Tiefstand. Der jüngste Klimabericht der Stadt zeigt stetige Fortschritte: Die Emissionen liegen nun bei nur noch 63 Prozent des Niveaus von 1990. Da das verbleibende CO₂-Budget schrumpft, drängen die Verantwortlichen auf eine noch schnellere Verringerung der Treibhausgase.
Zwischen 2023 und 2024 sanken Münsters CO₂-Emissionen um etwa 140.000 metrische Tonnen. Gleichzeitig ging der Gesamtenergieverbrauch um vier Prozentpunkte zurück und beträgt nun 85 Prozent des Wertes von 1990. Erneuerbare Energien, insbesondere Solarstrom, spielten dabei eine Schlüsselrolle: Die in den letzten vier Jahren installierte Photovoltaik-Kapazität entspricht der Gesamtmenge, die in den beiden Jahrzehnten davor hinzugekommen war.
Mittlerweile decken erneuerbare Energien rund 24 Prozent des Strombedarfs der Stadt. Auch die Pro-Kopf-Emissionen haben sich seit 1990 halbiert – ein Zeichen für die langfristigen Bemühungen zur Eindämmung der Umweltverschmutzung. Dennoch ist das verbleibende CO₂-Budget Münsters, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, nahezu aufgebraucht.
Die Stadtführung betont die Dringlichkeit, das Klimaschutztempo zu erhöhen. Geplant sind der weitere Ausbau erneuerbarer Energien und Effizienzsteigerungen, um strengere Klimaziele zu erreichen.
Münsters Emissionen liegen zwar auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, doch der Druck wächst, schneller zu handeln. Da das 1,5-Grad-Budget fast erschöpft ist, müssen die Verantwortlichen die Anstrengungen verstärken, um Klimaneutralität zu erreichen. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf den Ausbau erneuerbarer Energien und eine weitere Senkung des Energieverbrauchs.






