Mönchengladbach baut 758 Wohnungen – Rekordwachstum trotz NRW-Krise
Mönchengladbach verzeichnet dramatischen Anstieg beim Wohnungsbau – 758 neue Wohnungen 2025
Mönchengladbach hat einen beeindruckenden Aufschwung im Wohnungsbau erlebt: 2025 wurden 758 Wohnungen fertiggestellt – ein Anstieg um 188 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Boom steht im krassen Gegensatz zum Rest von Nordrhein-Westfalen, wo die Bauaktivitäten rückläufig sind und immer weniger Baugenehmigungen erteilt werden. Mit seinen Bemühungen liegt die Stadt damit deutlich über dem Landesdurchschnitt bei neu geschaffenem Wohnraum.
Der Fortschritt der Stadt geht auf die Wohnungsbauinitiative 2023 zurück, mit der rund 43 Millionen Euro in die WohnBau, das kommunale Wohnungsbauunternehmen, flossen. Bis 2025 bewilligte Mönchengladbach Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten – und erreichte damit erneut die Rekordförderung des Vorjahres. Zudem gab die Stadt 2024 das 274-fache ihres Budgets für den sozialen Wohnungsbau aus, ein steiler Anstieg im Vergleich zu nur fünf Prozent im Jahr 2021.
Doch das Gesamtbild in Nordrhein-Westfalen fällt weit weniger positiv aus: Die Wohnungsbauquote des Landes sank 2025 auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner, mit nur 37.185 fertiggestellten Wohnungen – ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024 und der niedrigste Stand seit 14 Jahren. Auch die Baugenehmigungen gingen seit 2020 um 27,4 Prozent zurück, was die branchenweiten Herausforderungen widerspiegelt.
Steigende Kosten und höhere Zinsen verschärfen die Lage zusätzlich. Der Preisindex für Wohnungsbau kletterte Anfang 2025 um 3,2 Prozent, während die Zinsen für Baukredite mittlerweile zwischen drei und vier Prozent liegen – nach fast null Prozent noch 2022. Trotz dieser Hürden verzeichnet Mönchengladbach mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner die dritthöchste Rate unter den kreisfreien Städten des Landes und liegt damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Mit seiner konsequenten Investitionsstrategie und gezielten politischen Maßnahmen hebt sich Mönchengladbach in einem schwierigen Marktumfeld deutlich ab. Mit 758 neu gebauten Wohnungen 2025 und anhaltend hohen Förderausgaben übertrifft die Stadt den Großteil Nordrhein-Westfalens. Gleichzeitig unterstreicht der landesweite Rückgang bei Genehmigungen und Fertigstellungen die anhaltenden Probleme, mit denen Bauherren und Käufer gleichermaßen zu kämpfen haben.






