15 March 2026, 08:09

Maria Kalesnikava in Aachen: Ein Symbol des Widerstands trifft auf Solidarität

Ein Plakat für einen Wohltätigkeitsbasar, der die Witwen und Waisen deutscher, australischer, ungarischer und alliierter Soldaten unterstützt, mit Textdetails zum Ereignis.

Maria Kalesnikava in Aachen: Ein Symbol des Widerstands trifft auf Solidarität

Maria Kalesnikava, eine zentrale Figur der prodemokratischen Bewegung in Belarus im Jahr 2020, wurde nach ihrer Haftentlassung in Aachen empfangen. Der Besuch erfolgt Jahre, nachdem sie wegen ihres Widerstands gegen das Regime von Präsident Alexander Lukaschenko inhaftiert worden war. Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung sendet ein starkes Signal an alle, die in Europa für Freiheit kämpfen.

Kalesnikava war im September 2020 in Minsk während der Massenproteste gegen die umstrittene Wiederwahl Lukaschenkos festgenommen worden. Ein Jahr später wurde sie zu elf Jahren Haft verurteilt – wegen ihrer Rolle in der Opposition. Trotz internationaler Verurteilung blieb sie bis Dezember 2025 inhaftiert, ehe sie gemeinsam mit anderen politischen Gefangenen freigelassen wurde.

2022 erhielten Kalesnikava und weitere belarussische Oppositionsführer den Internationalen Karlspreis. Die seit 1950 verliehene Auszeichnung würdigt Verdienste um die europäische Einigung und demokratische Werte. Der Preis unterstrich ihren Kampf gegen die autoritäre Herrschaft und ihr Engagement für demokratischen Wandel in Belarus.

Seit der Verleihung hält Lukaschenkos Regierung weiterhin an der Macht fest. Oppositionsgruppen werden unterdrückt, größere Reformen blieben aus. Belarus pflegt zudem enge Beziehungen zu Russland, insbesondere im Zuge des anhaltenden Krieges in der Ukraine.

Kalesnikava lebt mittlerweile in Deutschland. Ihr Treffen in Aachen bekräftigt die Unterstützung für demokratische Bewegungen in Europa. Unterdessen bleibt die politische Landschaft in Belarus unter Lukaschenkos Führung unverändert.

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