Kreis Düren startet nach Aßhoffs Abschied in eine ungewisse Zukunft
Jenny KühnertKreis Düren startet nach Aßhoffs Abschied in eine ungewisse Zukunft
Mit einer Abschiedsveranstaltung endete die kommissarische Amtszeit von Ferdinand Aßhoff als Leiter des Kreises Düren. Sein Rückzug folgt auf monatelange Turbulenzen, darunter ein spektakulärer Schmuggelskandal, der die lokale Politik vor große Herausforderungen stellte. Der neu gewählte Kreistag steht nun vor der Aufgabe, die anhaltenden Folgen der Krise zu bewältigen.
Aßhoff war in einem beispiellosen Schritt vom Kölner Regierungspräsidenten Thomas Wilk zum staatlichen Kommissar für den Kreis Düren ernannt worden. Sein Auftrag bestand darin, den Kreis zu stabilisieren – unter anderem durch die Kürzung der Pflichtumlagen für die Kommunen, um deren finanzielle Belastung zu verringern. Doch seine Initiative zur Wiedereinführung von Kita-Gebühren löste während seiner Amtszeit neue Kontroversen aus.
Bei der Abschiedsfeier fehlten prominente Gäste, darunter der neu gewählte Landrat Ralf Nolten. Nolten, ein scharfer Kritiker von Aßhoffs Sparmaßnahmen, befand sich im Urlaub und nahm nicht teil. Unterdessen trugen die Kreisbediensteten die Hauptlast der Krise: Sie mussten die Folgen des Schmuggelaffäre bewältigen und mit der Suspendierung des vorherigen Landrats zurechtkommen.
Aßhoff ist nun offiziell von seinem Posten entbunden. Seine Amtszeit war geprägt von dem Versuch, die Finanzen des Kreises zu sanieren – doch seine Methoden polarisierten oft.
Mit Aßhoffs Abgang beginnt für den Kreis Düren eine neue Phase unter dem frisch gewählten Kreistag. Die anstehenden Aufgaben umfassen den Wiederaufbau von Vertrauen sowie die Bewältigung der finanziellen und reputativen Schäden vergangener Skandale. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises, die bisher die größte Last trugen, hoffen nun auf Stabilität durch die neue Führung.






