04 May 2026, 14:15

Kommunen fordern härteres Vorgehen gegen Sozialbetrug durch EU-Zuwanderer

Eine Europakarte, die den Geschlechtergleichheitsindex 2017 anzeigt, mit farbcodierten Regionen und erklärendem Text auf der linken Seite.

Kommunen fordern härteres Vorgehen gegen Sozialbetrug durch EU-Zuwanderer

Konferenz zu Zuwanderung aus EU-Staaten in Duisburg: Kommunen fordern schärfere Maßnahmen gegen Sozialbetrug und Wohnungsmissbrauch

Diese Woche fand im Duisburger Rathaus eine Konferenz zur Zuwanderung aus EU-Mitgliedsländern statt. Vertreter aus 15 Städten und Gemeinden kamen zusammen, um über die Herausforderungen durch Sozialbetrug und die Ausbeutung des Wohnungsmarkts zu diskutieren. Prominente Teilnehmer wie Bärbel Bas und Søren Link forderten konsequentere Schritte, um Missbrauch des Systems einzudämmen.

Im Rahmen der Veranstaltung tauschten die Beteiligten Erfahrungen im Umgang mit Zuwanderung und Sozialleistungsbetrug aus. Viele äußerten ihre Frustration über die begrenzte Datenweitergabe zwischen Behörden, die die Bekämpfung von Missbrauch erschwere. Bärbel Bas betonte, dass Kommunen oft wüssten, welche Maßnahmen nötig seien, aber an rechtlichen und bürokratischen Hürden scheiterten.

Als Lösung schlug Bas eine „kommunale Quadratmeter-Obergrenze“ vor, um zu verhindern, dass Vermieter Wohnungen mit Sozialleistungsempfängern überbelegen und so die Mieten unangemessen in die Höhe treiben. Zudem regte sie an, Sozialbetrug als Straftatbestand einzustufen und eine Mindestanzahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstunden vor der Gewährung der Freizügigkeit vorzuschreiben. Ihres Erachtens schadet die Ausnutzung der EU-Mobilitätsregeln denen, die sich korrekt daran halten.

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Søren Link unterstrich, dass Arbeitskräfte willkommen seien, Betrüger jedoch mit Einreiseverboten belegt werden müssten. Er verwies auf eine aktuelle Wohnsitzkontrolle in Duisburg, bei der Millionenbeträge an falschen Ansprüchen aufgedeckt wurden – ein Beweis dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Behörden funktioniert. Auf der Konferenz wurde zudem bekannt, dass „mafiaähnliche Strukturen“ hinter groß angelegten Sozialbetrugsnetzwerken stecken.

Sowohl Bas als auch Link waren sich einig, dass ein besserer Datenaustausch zwischen Behörden unverzichtbar ist. Sie argumentierten, dass ein schnellerer Informationsfluss helfen würde, Betrug frühzeitiger zu erkennen und öffentliche Gelder zu schützen.

Die Diskussionen in Duisburg machten deutlich, dass strengere Kontrollen und gesetzliche Anpassungen nötig sind, um Sozialbetrug wirksam zu bekämpfen. Vorschläge wie die Strafbarkeit von Betrug und die Durchsetzung von Wohnflächenbegrenzungen zielen darauf ab, Missbrauch einzudämmen. Nun warten die Kommunen auf politische Weichenstellungen, um die Ideen in die Tat umzusetzen.

Quelle