30 March 2026, 00:12

Junge Deutsche fordern bessere Mobilität – Frust mit Bahn und ÖPNV wächst

Ein strahlend blauer und weißer BMW Z4 GT3 Rennwagen mit großen glänzenden Felgen auf einer Rennstrecke.

Junge Deutsche fordern bessere Mobilität – Frust mit Bahn und ÖPNV wächst

Eine neue ADAC-Studie zeigt: Junge Deutsche sind frustriert über die aktuellen Verkehrsangebote. Fast 8.000 Personen zwischen 16 und 27 Jahren wurden zu ihren Reisegewohnheiten und Präferenzen befragt. Die Ergebnisse offenbaren einen deutlichen Wunsch nach besseren, zuverlässigeren Mobilitätslösungen.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich der öffentliche Nah- und Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen verschlechtert. Die Deutsche Bahn und regionale Anbieter verzeichnen mehr Verspätungen und Ausfälle – die Pünktlichkeit im Fernverkehr sank 2024 auf etwa 65 Prozent. Regionalzüge waren zwischen 2023 und 2025 von Streiks und Infrastrukturproblemen betroffen. Viele junge Menschen steigen daher auf das Auto um, um zuverlässig ans Ziel zu kommen.

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Die Studie ergab, dass 59 Prozent der Generation Z mindestens einmal pro Woche öffentliche Verkehrsmittel nutzen, während 48 Prozent wöchentlich auf das Auto setzen. Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit sind für sie die wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Verkehrsmittels. Umweltaspekte landeten erst auf Platz zwölf.

Eine Mehrheit von 61 Prozent wünscht sich verschiedene Verkehrsoptionen. Die Bereitschaft für innovative Lösungen ist groß: 44 Prozent befürworten autonome Fahrzeuge und digitale Vernetzung der Mobilität. Weitere 43 Prozent sprechen sich für Mobility-as-a-Service-Modelle (MaaS) aus. Dennoch sind nur zehn Prozent mit dem aktuellen System zufrieden.

Zwar halten 53 Prozent eine nachhaltige Verkehrswende für wünschenswert, doch nur 43 Prozent glauben, dass sie tatsächlich umsetzbar ist. Diese Lücke spiegelt eine wachsende Skepsis gegenüber konkreten Fortschritten wider.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass junge Deutsche zwar offen für innovative Verkehrsangebote sind, von den bestehenden Dienstleistungen aber wenig überzeugt. Da nur ein kleiner Teil zufrieden ist, wächst der Druck auf mehr Zuverlässigkeit und Flexibilität. Die Studie unterstreicht: Praktische Effizienz wird höher gewichtet als reine Umweltideale.

Quelle