Jens Castrop droht dreispielige Sperre – doch WM-Chance bleibt
Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Jens Castrop droht nach einer umstrittenen Roten Karte eine dreispielige Sperre. Der deutsch-koreanische Akteur war nach einem harten Foul an VfL Wolfsburgs Sael Kumbedi des Feldes verwiesen worden. Trotz dieses Rückschlags bleibt er ein heißer Kandidat für den WM-Kader Koreas – die endgültige Nominierung steht für den 16. Mai an.
Castrops Disziplinbilanz sorgte in dieser Saison bereits für Aufsehen. Am 25. Oktober sah er in der Partie gegen den FC Bayern München seine erste direkte Rote Karte. Die aktuelle Sperre folgt nach einem Tackling gegen Kumbedi, das der Schiedsrichter als so gefährlich einstufte, dass er den 26-Jährigen sofort vom Platz stellte.
Der Mittelfeldspieler verteidigte sein Vorgehen und argumentierte, das Foul habe keine Rote Karte verdient. Er räumte jedoch ein, dass sein aggressiver Spielstil ihn bereits öfter in Schwierigkeiten gebracht habe. Sollte er für die WM nominiert werden, versprach er, ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.
Seit seinem Debüt für die koreanische Nationalmannschaft im vergangenen Herbst kam Castrop auf fünf Länderspieleinsätze. Seine Leistungen in der Bundesliga halten ihn im Rennen um einen Platz im WM-Aufgebot. Mit der Bekanntgabe in wenigen Tagen bleibt er darauf fokussiert, einen Beitrag zum Turniererfolg Koreas zu leisten.
Wegen der Sperre wird Castrop drei Ligaspiele verpassen. Ob er es in den WM-Kader schafft, könnte davon abhängen, ob es ihm gelingt, seine kämpferische Art mit mehr Disziplin zu verbinden. Die endgültige Entscheidung fällt mit der Kaderbekanntgabe am 16. Mai.






