10 April 2026, 22:10

Janinhoff revolutioniert Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff statt Erdgas

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."

Janinhoff revolutioniert Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff statt Erdgas

Janinhoff GmbH & Co. KG: Münsteraner Ziegel- und Klinkerhersteller stellt Produktion radikal um

Die Janinhoff GmbH & Co. KG, ein traditionsreicher Ziegel- und Klinkerproduzent mit Sitz in Münster und über hundertjähriger Geschichte, vollzieht einen mutigen Wandel in ihrer Produktion. Als erstes Unternehmen der deutschen Ziegelbranche stellt es die gesamte Fertigung von Erdgas auf grünen Wasserstoff um. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Initiative zur Reduzierung der Emissionen und zur Erfüllung der strengen Klimaziele bis 2030 und 2042.

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Das Unternehmen hat mit der Bundesregierung eine Klimaschutzvereinbarung unterzeichnet und verpflichtet sich darin, seine Emissionen bis 2030 um mindestens 60 Prozent zu senken. Bis 2042 soll die Reduktion sogar 90 Prozent betragen. Diese Ziele entsprechen den bundesweiten Bestrebungen, Industriezweige zu dekabonisieren, die bisher stark von fossilen Brennstoffen abhängig sind.

Aktuell wird der Produktionsstandort modernisiert – und das ohne Betriebsunterbrechung. Die Mitarbeiter erweitern den Brennofen und bereiten Anschlüsse für künftige Wasserstoffleitungen vor. Durch den Umstieg auf grünen Wasserstoff, kombiniert mit Elektrifizierung und hybriden Lösungen, sollen die industriellen Prozesse flexibler und klimafreundlicher werden.

Am 6. November 2025 besuchten Staatssekretärin Silke Krebs und Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate, den Standort. Sie informierten sich über den Fortschritt des Projekts und diskutierten mit der Unternehmensführung über die nächsten Schritte. Nordrhein-Westfalen und NRW.Energy4Climate sind zentrale Partner bei der Unterstützung dieser Initiative.

Dr. Caroline Foyer-Clitheroe, Geschäftsführerin der Klinkersparte von Janinhoff, betonte das Engagement des Unternehmens für die Transformation. Besonders hervorgehoben wurde das Ziel, ein nahezu CO₂-freies Fassadenprodukt herzustellen. Die deutsche Ziegelindustrie verursacht derzeit jährlich rund 1,74 Millionen Tonnen CO₂ – vor allem wegen ihrer Abhängigkeit von Erdgas.

Janinhoffs Umstieg auf grünen Wasserstoff markiert einen bedeutenden Schritt zur Verringerung der Industrieemissionen. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, könnte es als Vorbild für andere Hersteller der Branche dienen. Mit der fortlaufenden Unterstützung regionaler und nationaler Partner rückt das Unternehmen seinen Klimazielen näher – und das, ohne die Produktion einzuschränken.

Quelle