Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 gestoppt – Deutsche Glasfaser bremst
Mara VogtGlasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 gestoppt – Deutsche Glasfaser bremst
Deutsche Glasfaser streicht Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027 aus dem Glasfaserausbau
Deutsche Glasfaser hat beschlossen, den Ausbau des Glasfasernetzes in Niederkrüchten zumindest bis Ende 2027 auszusetzen. Das Unternehmen hatte zwar Anfang 2025 das Nachfragebündelungsverfahren im Ortsteil Elmpt abgeschlossen, kam später jedoch zu dem Schluss, dass das Projekt wirtschaftlich nicht tragfähig sei. Sowohl das Bürgermeisteramt als auch lokale Initiativen hatten sich zuvor für den Ausbau eingesetzt.
Obwohl die Nachfragebündelung in Elmpt ausreichend neue Kundenverträge für eine kommerzielle Umsetzung erbracht hatte, zeigten weitere Finanzanalysen erhebliche wirtschaftliche Hindernisse auf. Diese Probleme – verbunden mit steigenden Kosten und einem Mangel an Fachkräften im Tiefbau – führten dazu, dass Deutsche Glasfaser das Vorhaben vorerst stoppte.
Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte in Niederkrüchten begleitet hatte, führte die Entscheidung auf die allgemeinen Schwierigkeiten zurück, mit denen Netzbetreiber bundesweit zu kämpfen haben. Der geplante Ausbau in Elmpt sollte dabei ohne öffentliche Fördergelder oder größere behördliche Beteiligung erfolgen.
Aktuell verfügen bereits über 96 Prozent der Haushalte in Niederkrüchten über einen Internetanschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s. Mehr als 98 Prozent können Geschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s nutzen. Die Gemeinde rät Bürgern mit Fragen zum Projekt oder zu bestehenden Verträgen, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden.
Für die nächsten zwei Jahre wird Deutsche Glasfaser das Glasfasernetz in Niederkrüchten nicht ausbauen. Wirtschaftliche Zwänge und Ressourcenengpässe in der Branche machen das Vorhaben derzeit undurchführbar. Betroffene, die Klarheit über die Entscheidung oder ihre Verträge benötigen, werden aufgefordert, sich an das Unternehmen zu wenden.
