Essens Bierdeckel-Kampagne bringt Olympiabewerbung in Kneipen und Restaurants
Mara VogtEssens Bierdeckel-Kampagne bringt Olympiabewerbung in Kneipen und Restaurants
Essen hat eine neue Methode eingeführt, mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zur Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele äußern können. Unter dem Namen Pottdeckel – oder Ruhr-Coaster – setzt die Initiative auf Bierdeckel, um in lokalen Kneipen und Restaurants Gespräche anzuregen. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Bevölkerung in die Entscheidungen über die Ausrichtung der Spiele einzubinden.
Die Pottdeckel-Kampagne ist eine gemeinsame Aktion des Essener Portals unsere Stadt und der Privatbrauerei Jacob Stauder. Die speziell bedruckten Bierdeckel tragen zwei QR-Codes: Einer führt zu Informationen über die Rhein-Ruhr-Bewerbung für die Olympischen Spiele, der andere zu einer Plattform, auf der Feedback abgegeben werden kann. Die Bürger können ihre Meinungen anonym und ohne Registrierung teilen.
Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Initiative als Möglichkeit, die Diskussion über die Olympischen Spiele in den Alltag der Menschen zu tragen. Statt formeller Veranstaltungen schaffen die Bierdeckel lockere Gelegenheiten, sich während des geselligen Beisammenseins auszutauschen. Das Format soll niedrigschwellig und unkompliziert wirken.
Dieser basisdemokratische Ansatz ergänzt Essens übergeordnete Kommunikationsstrategie für die Olympiabewerbung. Während auch andere deutsche Regionen – darunter München, Leipzig, Hamburg, Berlin-Brandenburg und Frankfurt – eine Ausrichtung künftiger Spiele prüfen, setzt der Pottdeckel auf direkten, lokalen Austausch. Künftige Auflagen der Bierdeckel werden sich zudem weiteren städtischen Themen widmen und den Dialog über die Olympischen Spiele hinaus erweitern.
Die Pottdeckel-Initiative bietet den Essenerinnen und Essenern eine einfache Möglichkeit, ihre Haltung zur Olympiabewerbung der Stadt zu äußern. Durch die Platzierung der Bierdeckel in Kneipen und Restaurants will die Stadt breites Feedback sammeln – ohne Hürden. Die gesammelten Rückmeldungen sollen in die weiteren Entscheidungen im Bewerbungsprozess einfließen.






