28 April 2026, 02:09

Essens Archive öffnen zum Tag der Archive 2026 mit Fokus auf FrauenOrt und Erinnerungskultur

Außenansicht des Houston Holocaust Museums mit einer Textwand, Gedenksteine, Landschaft, Straßenverkehr und einem bewölkten Himmel.

Essens Archive öffnen zum Tag der Archive 2026 mit Fokus auf FrauenOrt und Erinnerungskultur

Haus der Essener Geschichte und Stadtarchiv öffneten am 8. März 2026 zur öffentlichen Archivtagung

Am 8. März 2026 öffneten das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv Essen im Rahmen des Tags der Archive ihre Türen für die Öffentlichkeit. Der Termin fiel mit dem Internationalen Frauentag zusammen und unterstrich zugleich die Bedeutung des Gebäudes als anerkannter FrauenOrt – eine Auszeichnung für Stätten des weiblichen Kulturerbes. Besucher konnten Ausstellungen erkunden und mehr über die Vergangenheit Essens erfahren, darunter die Geschichten von Frauen, die die Stadtgeschichte geprägt haben.

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Der Tag der Archive, der alle zwei Jahre stattfindet, bietet seltene Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen der Essener Archivlandschaft. Die diesjährige Veranstaltung rückte prägende Momente der Stadtentwicklung in den Fokus und würdigte zugleich die lokale Erinnerungskultur. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Nelli Neumann, einer jüdischen Lehrerin, die einst im Haus der Essener Geschichte lebte. Ein Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz erinnert heute an ihr Leben und die Folgen der nationalsozialistischen Verfolgung.

Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Eröffnung teil und dankte den Mitarbeitenden des Stadtarchivs für ihr Engagement. Gleichzeitig würdigte er die Arbeit lokaler Geschichtsinitiativen, die sich für die Bewahrung des Essener Gedächtnisses einsetzen. Kufen betonte, wie wichtig es ist, dass Geschichten wie die von Nelli Neumann Teil des kollektiven Stadtgedächtnisses bleiben.

Das Haus der Essener Geschichte selbst hat als FrauenOrt eine besondere Bedeutung. Die Auszeichnung ehrt den Beitrag von Frauen zur Stadtgeschichte und verbindet die Vergangenheit des Gebäudes mit den aktuellen Bemühungen, ihr Erbe zu dokumentieren und weiterzugeben.

Die Veranstaltung brachte Anwohner, Historiker und Vertreter der Stadt zusammen, um über das kulturelle Erbe Essens zu reflektieren. Durch die Öffnung der Archive und die Würdigung von Persönlichkeiten wie Nelli Neumann unterstrich die Stadt ihr Bekenntnis zur Erinnerungskultur. Der Tag der Archive 2026 war zugleich eine Mahnung, die vielfältigen Stimmen, die Essen geprägt haben, weiterhin zu bewahren und zu ehren.

Quelle