14 March 2026, 12:10

Die taz verabschiedet sich vom täglichen Print – ein Zeitalter endet

Zwei alte, abgenutzte Zeitungen mit der Überschrift 'Les Nouvelles Journal d'Information' in schwarzer Schrift, Ränder etwas zerfranst.

Die taz verabschiedet sich vom täglichen Print – ein Zeitalter endet

Die taz hat ihre letzte Wochenausgabe gedruckt – ein bedeutender Einschnitt in ihrer Verlagsstrategie. Am 17. Oktober 2025 erschien die letzte Montags-bis-Freitags-Printausgabe, künftig wird das Blatt größtenteils online erscheinen. In einer besonderen Abschiedsausgabe blickt das Team auf die Geschichte der Zeitung zurück und skizziert die Pläne für die Zukunft.

Die letzte Wochenausgabe überzeugte mit einem besonderen Design des Künstlers Christian Jankowski. Im Inneren fanden Leser:innen einen auto-fiktionalen Agenten-Thriller, der die Geschichte der taz erzählt – verfasst von 16 Redakteur:innen gemeinsam. Daneben zeigte die Titelseite Fotos derjenigen, die im Hintergrund zum Erfolg der Zeitung beigetragen haben – darunter auch das Küchenpersonal.

Zum Übergang lud die taz 13 deutsche und internationale Autor:innen ein, die sich in einem eigenen Teil mit den Themen Abschied und Solidarität auseinandersetzten. Zudem erklärte die Zeitung ihren Schritt, von Montag bis Freitag auf digitale Veröffentlichung zu setzen – mit dem Ziel, 70 Prozent der Print-Abonnent:innen für die Online-Version zu gewinnen. Künftig erscheint nur noch die Samstagsausgabe gedruckt, während tägliche Inhalte online und als E-Paper verfügbar sein werden.

Um die Leser:innen weiter zu binden, bietet die taz einen kostenlosen täglichen Newsletter an, den kressexpress, mit exklusiven Geschichten und persönlichen Updates. Die letzte Wochenausgabe ist im Online-Shop erhältlich – für alle, die ein Stück Zeitungsgeschichte besitzen möchten.

Mit dem Wandel setzt die taz nun vor allem auf digitale Formate unter der Woche. Die Samstagsausgabe bleibt zwar gedruckt, doch der Fokus liegt klar auf dem Online-Angebot. Das Team hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: die Umstellung der Abonnements und eine stärkere Leser:innenbindung in der neuen Phase.

Quelle