30 March 2026, 06:11

Deutschlands Wälder kämpfen gegen Pilze, Dürre und den Klimawandel an

Ein gewundener Pfad durch einen dichten Wald mit hohen, grünen Bäumen, die ein schattiges Dach bilden, und bunten Pflanzen, die den Weg säumen, mit Text am unteren Bildrand.

Erholungsziel, Traumort, Geduldig - Was gut für den Wald ist - Deutschlands Wälder kämpfen gegen Pilze, Dürre und den Klimawandel an

Deutschlands Wälder geraten zunehmend unter Druck durch Krankheiten und Klimawandel. Die Eschenwelke, eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzinfektion, breitet sich seit den frühen 2000er-Jahren rasant aus und verwüstet die heimischen Eschenbestände im ganzen Land. Gleichzeitig schwächen sich verändernde Wetterlagen und steigende Temperaturen weitere wichtige Baumarten, sodass die Wälder immer anfälliger werden.

Die Eschenwelke brach zunächst in Nordosteuropa aus, bevor sie nach Deutschland gelangte – übertragen durch windverbreitete Sporen. Städte wie Essen, der Kreis Mettmann und Waiblingen melden schwere Schäden in Parks, an Straßen und in Wäldern. Der Pilz Hymenoscyphus fraxineus befällt die Bäume, indem er ihre Struktur schwächt, und tötet sie oft innerhalb weniger Jahre ab.

Der Klimawandel verschärft die Lage. Unregelmäßige Niederschläge führen zu langen Dürreperioden, gefolgt von plötzlichen Regenfällen, was die Bäume zusätzlich belastet. Fichtenbestände, die bereits unter Hitze und Borkenkäferbefall leiden, haben nun eine deutlich verkürzte Lebensdauer: Statt wie früher über ein Jahrhundert werden sie bereits mit 40 bis 50 Jahren gefällt. Selbst Buchen, einst als widerstandsfähig galt, zeigen zunehmend Schäden.

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Experten raten zu einer Anpassung der Forstwirtschaft, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Eine Möglichkeit besteht darin, Laubbäume zwischen Fichten zu pflanzen, um einen vielfältigen "Baumarten-Mix" zu schaffen. Ein weiterer Ansatz ist die Ansiedlung von Bäumen aus Regionen, die einige hundert Kilometer entfernt liegen und besser an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Doch die Erwärmung begünstigt auch Schädlinge wie den Eichenprozessionsspinner oder die Rußrindenkrankheit bei Bergahornen – beides eine Gefahr für Bäume und die menschliche Gesundheit.

Besonders betroffen sind die zentralen Regionen Deutschlands. Mehrere Baumarten leiden, was Zweifel an der langfristigen Überlebensfähigkeit der Wälder in ihrer heutigen Form aufkommen lässt.

Die kombinierten Auswirkungen von Eschenwelke und Klimawandel verändern Deutschlands Wälder grundlegend. Waldbesitzer und Behörden suchen nun nach neuen Strategien, um Baumpopulationen zu schützen und anzupassen. Ohne gezielte Maßnahmen könnten viele Arten im sich wandelnden Klima kaum überleben.

Quelle