21 April 2026, 02:08

Chemieunfall-Übung am Schulzentrum Vogelsang testet Rettungskräfte unter Realbedingungen

Metallischer Verbandkasten mit der Aufschrift "Verbandkasten für Gasopfer nur" auf schwarzem Hintergrund.

Chemieunfall-Übung am Schulzentrum Vogelsang testet Rettungskräfte unter Realbedingungen

Großübung am Schulzentrum Vogelsang: Chemieunfall als Stresstest für Rettungskräfte

Diese Woche fand am Schulzentrum Vogelsang eine großangelegte Notfallübung statt. Das Szenario simulierte einen chemischen Unfall während der Schulzeit mit rund 30 betroffenen Schülerinnen und Schülern. Über 80 Einsatzkräfte aus verschiedenen Hilfsorganisationen und Feuerwehren beteiligten sich an der Übung.

Die Lage erforderte ein schnelles und abgestimmtes Vorgehen: Aufgrund der hohen Zahl an Verletzten wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen. Vor Ort richtete man eine Behandlungsstelle 50 (BHP-50 NRW) ein, die mindestens 50 Patientinnen und Patienten pro Stunde versorgen kann und bis zu acht Stunden autonom arbeiten kann.

Systematisch wurde eine Sichtung (Triage) durchgeführt – die Einsatzkräfte bewerteten die Verletzungen und setzten Prioritäten bei der Behandlung. Anschließend erfolgte der organisierte Transport der Patientinnen und Patienten in nahegelegene Krankenhäuser. An der Übung nahmen Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) teil.

Die Verantwortlichen zeigten sich im Nachgang zufrieden mit dem Ablauf: Kommunikationswege wurden getestet, Abläufe optimiert und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen gestärkt. Ziel der Übung war es, die reibungslose Koordination im Ernstfall zu gewährleisten.

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Für alle Beteiligten war die Übung eine wertvolle Erfahrung. Die BHP-50 bewährte sich unter Druck und zeigte, dass sie große Patientenzahlen bewältigen kann. Künftige Übungen sollen die Fortschritte in der Notfallversorgung weiter vertiefen.

Quelle