25 March 2026, 20:09

Bundesbank will Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Fünf-Cent-Rundung ersetzen

Alte deutsche Banknote mit einer zentralen Münzillustration und gedrucktem Text auf altem Papier.

Bundesbank will Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Fünf-Cent-Rundung ersetzen

Die Bundesbank schlägt vor, Bargeldzahlungen in Deutschland künftig auf volle fünf Cent zu runden. Damit würden Ein- und Zwei-Cent-Münzen schrittweise abgeschafft, deren Herstellung und Transport mit hohen Kosten verbunden sind. Einige Supermarktketten in Nordrhein-Westfalen bieten Kunden bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Rechnungsbeträge auf volle zehn Cent aufzurunden – der Differenzbetrag kommt dann wohltätigen Zwecken zugute.

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Laut dem neuen Plan würden Bargeldzahlungen je nach Endbetrag angepasst: Beträge mit geradem Cent-Wert würden ab-, solche mit ungeradem Wert aufgerundet. Ein Artikel für 2,02 Euro würde somit auf 2,00 Euro reduziert, während ein Einkauf für 3,99 Euro auf 4,00 Euro aufgerundet würde. Die durch das Runden eingesparten oder zusätzlichen Beträge fließen in lokale soziale Einrichtungen.

Eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 ergab, dass in Deutschland noch immer etwa die Hälfte aller Ladenzahlungen in bar getätigt wird. Sieben Länder der Eurozone – Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland – wenden bereits ähnliche Rundungsregeln für Bargeldtransaktionen an. Keines dieser Länder hat jedoch Ein- und Zwei-Cent-Münzen vollständig abgeschafft, da dies eine Entscheidung auf europäischer Ebene erfordern würde.

Der Vorschlag knüpft an bestehende freiwillige Modelle in Nordrhein-Westfalen an, wo einige Supermärkte Kunden ermöglichen, ihre Rechnungen zugunsten gemeinnütziger Projekte aufzurunden. Die Bundesbank argumentiert, dass der Verzicht auf Kleingeld die Kosten senken würde, ohne dass Verbraucher spürbare Preiserhöhungen hinnehmen müssten.

Sollte das neue System eingeführt werden, würde es den Bedarf an niedrigen Münzwerten verringern und gleichzeitig die Praktikabilität von Bargeldzahlungen erhalten. Die durch das Runden generierten Zusatzerlöse kämen lokalen Hilfsorganisationen zugute – ähnlich wie bei den bereits in Teilen Deutschlands etablierten Modellen. Die Änderung würde Deutschland an andere europäische Länder angleichen, die ihre Bargeldtransaktionen bereits vereinfacht haben.

Quelle