"Born Famous": Wie Promi-Kinder in Deutschland Karriere machen – mit oder ohne Nachnamen-Bonus
Jenny KühnertDiese Kinder von deutschen Stars drängen in den Rampenlicht - Mit Erfolg? - "Born Famous": Wie Promi-Kinder in Deutschland Karriere machen – mit oder ohne Nachnamen-Bonus
ProSieben bringt neue Doku-Serie: Born Famous – Wenn der Nachname Türen öffnet
Eine neue ProSieben-Doku-Serie mit dem Titel Born Famous wirft einen Blick auf das Leben von Kindern, die als Sprösslinge bekannter deutscher Persönlichkeiten zur Welt kamen. Die Sendung erscheint zu einer Zeit, in der die Debatten über Privilegien und familiäre Verbindungen in der Unterhaltungsbranche nicht abreißen. Einige dieser jungen Erwachsenen haben sich bereits in Film, Fernsehen und Medien einen Namen gemacht – oft mit einem kleinen Schubs durch ihren prominenten Nachnamen.
Das Konzept des "Nepo-Babys" – eine Abkürzung für "Nepotismus-Baby" – hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Damit werden junge Stars bezeichnet, deren Karrieren von der Bekanntheit oder den Branchenkontakten ihrer Eltern profitieren. In Hollywood hat etwa Ava Phillippe, die Tochter von Reese Witherspoon, den Einstieg ins Modeln geschafft. Näher an der Heimat hat Patrick Schwarzenegger, Sohn von Arnold Schwarzenegger, kürzlich durch seine Rolle in The White Lotus größere Aufmerksamkeit erregt.
Die deutsche Serie soll laut Berichten Nachkommen hochkarätiger Eltern porträtieren, darunter die Tochter von Sarah Connor und Marc Terenzi sowie eine Tochter von Markus Söder. Während einige ihren Familiennamen als Sprungbrett nutzen, schlagen andere eigene Wege ein. Melia Kara etwa gewann 2026 den Grimme-Preis in der Kategorie Kinder & Jugend für ihre Rolle als 17-jährige Hazal in der ZDF-Dramaserie Ellbogen. Im Gegensatz zu vielen Gleichaltrigen ist ihr Aufstieg in den deutschen Jugendmedien nicht mit prominenten Verwandten verknüpft.
Unterdessen moderiert Marie Lina Smyrek die Sendung smypathisch – die show auf ZDF/funk, einer Plattform, auf der ihr medienaffiner Hintergrund – durch Produktionskontakte beim ZDF – ihr zu mehr Sichtbarkeit verholfen hat. Ihre Arbeit wurde ebenfalls mit einem Grimme-Preis 2026 ausgezeichnet und zeigt, wie Talent und Gelegenheit oft Hand in Hand gehen.
Born Famous rückt die Frage in den Fokus, wie familiäres Erbe Karrieren in der deutschen Unterhaltungswelt prägt. Die Serie reiht sich ein in die größere Diskussion über Zugang, Privilegien und die Frage, ob Talent allein ausreicht. Mit Persönlichkeiten wie Smyrek und Kara, die bereits Furore machen, könnte die Ausstrahlung der Sendung die Debatte über Vetternwirtschaft in der Branche weiter anheizen.