Berliner Freiwillige starten Oster-Lebensmittelspende gegen Armut in der Hauptstadt
Juan AdlerBerliner Freiwillige starten Oster-Lebensmittelspende gegen Armut in der Hauptstadt
Freiwillige in Berlin organisieren Oster-Lebensmittelspende für Bedürftige
In Berlin engagieren sich Freiwillige mit einer Oster-Spendenaktion, um der wachsenden Zahl hilfsbedürftiger Menschen in der Stadt zu helfen. Die unter dem Motto "Noch eins drauf!" laufende Kampagne ruft Kundinnen und Kunden dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt zu kaufen und es an der Kasse für die Spende zurückzulassen. Angesichts der fast verdoppelten Nachfrage bei den Tafeln seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine betonen die Organisatoren: Jeder Beitrag zählt.
Die Berliner Tafel, Teil eines bundesweiten Netzwerks mit über 970 Lebensmittelausgaben, verzeichnet seit der Eröffnung ihrer ersten Filiale 1993 einen stetigen Anstieg der Nachfrage. Heute versorgt sie jährlich rund 1,5 bis 2 Millionen Menschen in ganz Deutschland. Allein in der Hauptstadt geben 48 Verteilstellen in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen Mahlzeiten und Hilfsgüter an 94.000 Bedürftige aus.
An Ostern sind Freiwillige wie Anne, Uschi und Marianne in Supermärkten im Einsatz – darunter in einer Edeka-Filiale an der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Das Viertel zählt nicht zu den wohlhabenden, doch viele Anwohnerinnen und Anwohner geben, was sie entbehren können. Die bis zum 4. April 2026 laufende Aktion umfasst 15 Geschäfte der Ketten Edeka, Rewe und Kaufland.
Hinter den Kulissen betreibt die Tafel ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge, um monatlich 660 Tonnen Lebensmittel zu verteilen. Die 33-jährige Anne kombiniert ihren Job im KaDeWe mit ihrem wöchentlichen Ehrenamt jeden Donnerstag. Uschi, 76, arbeitet seit 14 Jahren in der Ausgabestelle der Magdalenenkirche. Ähnliche Spendenkampagnen zu Erntedank und Weihnachten bringen zusätzlich dringend benötigte Gaben ein.
Ziel der "Noch eins drauf!"-Aktion ist es, die stark frequentierten Berliner Tafeln zu entlasten, während die Nachfrage weiter steigt. Die Spenden der Kundschaft kommen direkt dem Tafel-Netzwerk zugute, das sich seit seinen Anfängen deutlich erweitert hat. Der Erfolg hängt dabei sowohl von langjährigen Freiwilligen als auch von der Großzügigkeit der lokalen Gemeinschaft ab.






