Bergischer Löwe erhält Notfall-Sanierung für 2,5 Millionen Euro trotz ungelöster Haushaltsstreits
Elisa GudeBergischer Löwe erhält Notfall-Sanierung für 2,5 Millionen Euro trotz ungelöster Haushaltsstreits
Die Pläne für dringende Elektro-Sanierungen im Bürgerzentrum Bergischer Löwe schreiten voran, obwohl die weiteren Renovierungsdiskussionen noch ungelöst sind. Die Stadtverwaltung hat 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der veralteten Stromversorgung beantragt und warnt vor Hochwasserrisiken sowie drohenden Systemausfällen. Gleichzeitig erschweren Haushaltsdebatten und die geplante Verlegung eines Jugendzentrums die weitere Projektplanung.
Die Verwaltung betonte den desolaten Zustand der Elektroinstallationen im Bergischen Löwe und forderte umgehende Maßnahmen. Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, bezeichnete die Anlage als "gefährlich veraltet" und in einem hochwassergefährdeten Bereich gelegen. Die geplante Investition von 2,5 Millionen Euro soll nicht nur akute Sicherheitsmängel beheben, sondern auch die Grundlage für eine spätere Komplettsanierung schaffen.
In der Ausschusssitzung gab es jedoch Kritik. Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hinterfragte, ob Teilreparaturen ohne ein Gesamtkonzept sinnvoll seien. Andere warnten, dass eine Verzögerung die Risiken verschärfen könnte. Trotz der Bedenken stimmte der Haushaltsausschuss einstimmig für die Freigabe der Mittel.
Parallel dazu unterstützte der Jugendhilfeausschuss vorläufige Brandschutz- und Elektroverbesserungen im Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg. Die geplante Verlegung des Q1 in die Alte Zentralwerkstatt gilt zwar als wahrscheinlich, ist aber noch nicht endgültig beschlossen – die Verwaltung wartet auf die Bestätigung, dass keine unerwarteten Hindernisse auftauchen. Zudem wurde ein neues, 250 Quadratmeter großes Jugendzentrum in der Oberen Hauptstraße genehmigt, das künftig von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum gemeinsam genutzt werden soll. Die genauen Nutzungsmodalitäten sollen mit den zukünftigen Mietern ausgearbeitet werden.
Die Haushaltsberatungen verzögerten sich weiter. Die CDU drängte auf massive Kürzungen im Entwurf von Bürgermeister Marcel Kreutz und ist für eine Mehrheit auf die Unterstützung von SPD und Grünen angewiesen. Daher verschob der Haushaltsausschuss die endgültige Entscheidung auf die nächste Sitzung des Stadtrats am kommenden Dienstag.
Die Elektro-Sanierung im Bergischen Löwe wird nun mit den bewilligten 2,5 Millionen Euro umgesetzt, um Hochwasser- und Ausfallrisiken zu minimieren. Das Projekt dient als erster Schritt für eine spätere Komplettsanierung, während die weiteren Pläne noch diskutiert werden. Die Verlegung der Jugendzentren und die Haushaltsanpassungen sollen in den nächsten Tagen finalisiert werden – vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats.






