Bergisch Gladbach: Wo Autos mehr als Verkehrsmittel sind
Bergisch Gladbach ist seit langem ein Zentrum der Automobilwelt – mit einer hohen Dichte an Fahrzeugen und einer Vielzahl automotivebezogener Unternehmen. Die Verbindung der Stadt zum Automobilwesen geht weit über den bloßen Verkehr hinaus: Hier gibt es Autohäuser, Forschungsinstitute und sogar ein Denkmal, das geparkten Autos gewidmet ist.
Die Autobahn A4 durchquert Bergisch Gladbach auf einer Strecke von etwa zehn Kilometern und bietet drei Ein- und Ausfahrten. In unmittelbarer Nähe, im Stadtteil Frankenforst direkt an der Autobahn, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ihren Sitz.
Mit rund 650 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner liegt die Autodichte in Bergisch Gladbach deutlich über dem regionalen und nationalen Durchschnitt. Für Parkplätze ist bestens gesorgt: Mehr als 15 Parkhäuser und Freiflächen verteilen sich über das Stadtzentrum.
Autohäuser säumen die wichtigsten Straßen, insbesondere die Mülheimer Straße, wo vor allem europäische Marken vertreten sind. Ein markanter Standort ist das ehemalige Kreiswehrersatzamt in der Paffrather Straße, das die Bundeswehr 1997 aufgab und das später zu einem Autohaus umfunktioniert wurde. Zudem gibt es in der Gegend drei Waschanlagen, darunter eine moderne Anlage an der Mülheimer Straße, die das historische Gasthaus Kradepohl ersetzte – das 2009 abgerissen wurde und nicht, wie fälschlicherweise berichtet, 2019.
Auch Bildung und Forschung spielen eine Rolle: Die FHDW-Hochschule bietet ein Studienprogramm für Automobilwirtschaft an, während ihr CAM-Institut auf dem Gelände des ehemaligen Zanders-Werks Branchenberatung anbietet. Selbst die Kunst spiegelt die Autokultur der Stadt wider – zwischen zwei Garagen in der Nähe der FHDW am Gronauer Mühlenweg steht ein Denkmal für geparkte Fahrzeuge.
Von Autobahnen und Forschungszentren über Autohäuser bis hin zu Parkmöglichkeiten: Bergisch Gladbachs Verbindung zur Automobilbranche ist tief verwurzelt. Die Infrastruktur und die Unternehmen der Stadt tragen weiterhin zu einer hohen Konzentration an Fahrzeugen bei und prägen so sowohl die Wirtschaft als auch den Alltag.






