17 June 2026, 19:43

Bergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akuten Wohnraummangel in der Innenstadt

Bauturbo ebnet den Weg für große Projekte

Bergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akuten Wohnraummangel in der Innenstadt

Bergisch Gladbach treibt mehrere große Wohnbauprojekte voran, um die drängende Wohnungsnot in der Stadt zu lindern. Die Kommune hat neue Vorhaben nach ihren beschleunigten „Bauturbo“-Vorschriften auf den Weg gebracht, um seit langem brachliegende Grundstücke zu aktivieren. Die Pläne sollen in einer kommenden Sitzung des Stadtplanungsausschusses beraten werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz freier Flächen herrscht in Bergisch Gladbach ein akuter Wohnraummangel – vor allem wegen strenger Bebauungsvorschriften. Mit dem „Bauturbo“-Modell sollen nun blockierte Projekte endlich realisiert werden.

Ein zentrales Vorhaben ist die Erweiterung des Kalköfen Carrée, das ein bisher ungenutztes Innenstadtgrundstück erschließen wird. Ein weiteres Projekt ist das Schloss Center, wo die BIG Bensberg GmbH das bestehende Parkdeck abreißen und durch drei zusätzliche Geschosse mit 59 barrierearmen Wohnungen ersetzen will. Die Erweiterung passt zur Strategie der Stadt, die Nachverdichtung voranzutreiben.

Geplant ist zudem ein neues Wohngebäude auf einer Brachfläche zwischen der Paffrather Straße und dem Einkaufszentrum Rhein-Berg Passage. Es soll 19 Wohnungen sowie eine Tiefgarage umfassen. Außerdem entsteht an der Rommerscheider Straße ein zweistöckiges Haus zur Straßenseite hin und zwei dreigeschossige Wohnblöcke im hinteren Bereich. Zwar überschreitet das Projekt die ursprünglichen Höhenbegrenzungen, fügt sich aber in die umliegende Bebauung ein.

In der Nähe einer denkmalgeschützten Mauer am Hang sind sieben Einzelgaragen vorgesehen, während der Rest des Geländes unberührt bleibt, um archäologische Funde zu erhalten.

Die Projekte sollen den Wohnungsdruck verringern, indem sie bisher ungenutzte Flächen erschließen. Die „Bauturbo“-Regelungen haben die Genehmigungsverfahren bereits beschleunigt. Die Stadt erwartet Fortschritte, sobald der Stadtplanungsausschuss die Pläne prüft.

Quelle