Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Westindustriezone
Juan AdlerBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Westindustriezone
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat einen Plan vorgelegt, der ein Vorkaufsrecht für Teile des Gewerbegebiets Westindustriezone einführen soll. Mit dem Vorschlag will die Kommune wichtige Gewerbeflächen für das künftige Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sichern. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung von Industrieflächen für die langfristige wirtschaftliche Stabilität der Stadt.
Die Entwurfsverordnung konzentriert sich auf ein 18,8 Hektar großes Gebiet in der Westindustriezone, das zwischen der Innenstadt und Gronau liegt. Dazu gehören das Gelände von Saint-Gobain Isover mit 11,1 Hektar sowie Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Die Verwaltung argumentiert, dass Teile des Saint-Gobain-Geländes derzeit nicht ausreichend genutzt oder brachliegen und daher eine Neuentwicklung Priorität habe.
Laut dem Vorschlag würde die Stadt das Recht erhalten, das 11 Hektar große Saint-Gobain-Isover-Gelände zu erwerben, falls es zum Verkauf stehe. Die Maßnahme soll die langfristige Ansiedlung von Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region fördern. Allerdings präzisierte Michel Wenger, Sprecher von Saint-Gobain, dass das Unternehmen nicht beabsichtige, das Gelände zu verkaufen, und weiterhin in den Standort investiere.
Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen: Die Zahl der Beschäftigten am Standort sank von 220 auf nur noch 60. Dennoch sieht die Verwaltung das Vorkaufsrecht als ein notwendiges Instrument, um künftige Grundstücksverkäufe zu steuern und eine nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten.
Die geplante Verordnung würde Bergisch Gladbach ermöglichen, die Zukunft der Westindustriezone aktiv mitzugestalten. Ziel ist es, unkontrollierte Grundstücksverkäufe zu verhindern und ein strukturiertes Wirtschaftswachstum zu fördern. Die Stadt ist überzeugt, dass die Sicherung dieser Flächen entscheidend ist, um die industrielle Tätigkeit aufrechtzuerhalten und lokale Arbeitsplätze zu stärken.






