05 April 2026, 02:10

Bergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für alle Erstklässler bis 2026

Plakat mit Text und Logo, das "Die spezielle Anmeldephase für die Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert" angibt.

Bergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für alle Erstklässler bis 2026

Bergisch Gladbach steht vor Herausforderungen bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Offene Ganztagsschule (OGS)

Bis 2026 müssen alle Erstklässler in Bergisch Gladbach einen garantierten Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) erhalten – doch die Stadt verfügt derzeit nicht über ausreichend Kapazitäten. Angesichts der erwarteten Nachfrage, die das Angebot übersteigen wird, arbeiten die Verantwortlichen unter Hochdruck daran, bis zur Frist zusätzliche Plätze zu schaffen.

Stand 15. Oktober 2025 stehen 3.312 OGS-Plätze zur Verfügung – 160 weniger als geplant und nur 40 mehr als im Vorjahr. An drei Schulen – der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst – fehlen weiterhin 23, 10 bzw. 7 Plätze. Die Stadt strebt eine Abdeckungsquote von 82,8 Prozent an und plant 300 zusätzliche Plätze, doch selbst das könnte nicht ausreichen.

Für Eltern bleibt unklar, nach welchen Kriterien die Plätze vergeben werden, da die genauen Richtlinien noch nicht endgültig feststehen. Die Behörden haben angekündigt, dass Schulen mit der höchsten Nachfrage priorisiert werden, doch Details sind noch nicht bekannt. Die endgültigen Zusagebescheide, einschließlich der OGS-Zuweisungen, werden erst Ende März verschickt – viele Familien befinden sich damit in einer unsicheren Warteposition.

Die Stadt prüft derzeit Lösungen wie die Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten, den Bau von Anbauten oder die Optimierung bestehender Einrichtungen. Sollte der Bedarf dennoch nicht gedeckt werden können, drohen rechtliche Konsequenzen. Bereits im Schuljahr 2025/26 hatten zwei Familien geklagt, nachdem ihre Kinder an der gewünschten Schule abgelehnt worden waren. Da der Unterricht für Erstklässler bereits gegen 11:30 Uhr endet, sind berufstätige Eltern besonders auf diese Betreuungsplätze angewiesen – was den Druck auf das System weiter erhöht.

Um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, muss die Stadt die Vergaberichtlinien schnellstmöglich finalisieren und die Kapazitäten ausbauen. Selbst mit den geplanten 300 neuen Plätzen könnten viele Familien leer ausgehen. Die Verantwortlichen haben bis Sommer 2026 Zeit, die Vorgaben umzusetzen – andernfalls drohen Entschädigungsforderungen.

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