02 April 2026, 18:10

Bergisch Gladbach kämpft mit 100 offenen Stellen und 50-Millionen-Defizit bis 2030

Plakat mit fettem schwarzen Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der besagt: "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Reiche und große Unternehmen."

Bergisch Gladbach kämpft mit 100 offenen Stellen und 50-Millionen-Defizit bis 2030

Bergisch Gladbach steht vor wachsenden finanziellen und personellen Herausforderungen: Über 100 Stellen sind unbesetzt, und bis 2030 droht jährlich ein Haushaltsdefizit von 50 Millionen Euro. Die FDP hat sich nun zu Wort gemeldet – und kritisiert, dass die politische Debatte sich zu sehr um Koalitionsdynamiken dreht, statt die drängenden Probleme der Stadt anzugehen.

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In den vergangenen Jahren ist die Zahl der offenen Stellen um 40 Prozent gestiegen, mehr als 100 Positionen sind derzeit unbesetzt. Gleichzeitig belastet eine angespannte Haushaltslage die Stadt: Bis 2030 wird mit einem jährlichen Fehlbetrag von 50 Millionen Euro gerechnet. Die FDP wirft der aktuellen Politik vor, sich in Bündnisdiskussionen zu verlieren, statt Lösungen für die akuten Herausforderungen zu erarbeiten.

"Kurzsichtige Debatten statt Lösungen" Dr. Alexander Engel, FDP-Stadtrat in Bergisch Gladbach, bezeichnete die Diskussion um eine sogenannte "Brandmauer" – also Koalitionsausschlüsse – als kurzsichtig. Er warnte, dass sowohl konservative als auch liberale Vorschläge derzeit an mangelnder Unterstützung durch linke Parteien scheiterten. Stattdessen forderte er einen Kurswechsel hin zu pragmatischen Ansätzen.

Auch Dorothee Wasmuth, ebenfalls FDP-Stadträtin, unterstützte diese Position. Die Debatten müssten sich stärker an inhaltlichen Fragen orientieren als an politischen Lagerbildungen, betonte sie. Die FDP stellte zudem klar, dass sich ihre Kritik nicht gegen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst richte, sondern darauf abziele, die Stadtstrukturen an eine Zukunft mit weniger erwerbsfähigen Einwohnern anzupassen.

Reformdruck: Personalkosten deckeln, Modernisierung vorantreiben Die Partei sieht die Einführung einer Obergrenze für Personalkosten als notwendigen Schritt zur Modernisierung. Sie appellierte an den Oberbürgermeister, die beschlossene Maßnahme zügig umzusetzen und weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Der Vorstoß der FDP kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bergisch Gladbach mit Personalmangel und langfristigen Haushaltslücken kämpft. Ihr Aufruf zu schnellem Handeln zielt darauf ab, strukturelle Veränderungen anzugehen – statt sich in politischen Grabenkämpfen zu verlieren. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, Kostendisiplin durchzusetzen und gleichzeitig dringend benötigte Stellen zu besetzen.

Quelle