Bargeld stirbt langsam – doch die Stella-Banknote könnte es retten
Bargeldnutzung in Deutschland geht zurück – Kartenzahlungen machen fast die Hälfte aller Transaktionen aus
Eine aktuelle Studie des EHI Retail Institute zeigt: Nur noch 50,5 Prozent der Einkäuf im Handel werden bar bezahlt. Zwar setzen sich neue Zahlungstechnologien durch, doch Befürworter betonen, dass Bargeld als Option erhalten bleiben muss.
Verbraucherschützer warnen vor den Folgen des schrittweisen Rückgangs der Bargeldakzeptanz. Sie befürchten, dass weniger Bargeldoptionen zu mehr Konflikten an der Kasse führen könnten. Zudem könnte dies die Kontrolle über die eigenen Ausgaben erschweren und die Privatsphäre beim Umgang mit persönlichen Daten beeinträchtigen.
Gleichzeitig arbeitet die Bundesdruckerei an der Modernisierung von Banknoten. Auf der Banknote Conference in Washington stellte das Bundesunternehmen sein neuestes Konzept vor: die Stella-Banknote. Sie soll auf einem Polymer-Substrat aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen gedruckt werden – für mehr Haltbarkeit und Nachhaltigkeit.
Das Stella-Konzept stößt bereits auf Anerkennung. Es ist für den Excellence in Currency Award 2026 der International Association of Currency Affairs nominiert. Zudem will die Bundesdruckerei durch eine Verkleinerung der Banknote auf Kreditkartenformat Materialverbrauch, Produktionszeit und Energiebedarf senken.
Die Lücke zwischen Bargeld- und Kartenzahlungen in Deutschland schließt sich weiter: Mittlerweile entfallen 48,1 Prozent der Transaktionen auf Kartenzahlungen. Innovationen wie Stella zeigen, dass es Bestrebungen gibt, physisches Geld zukunftsfähig zu halten. Dennoch betonen Befürworter, dass die Bewahrung von Bargeld als Zahlungsmittel unverzichtbar bleibt.






