13 March 2026, 22:12

Aus Müllhalde wird Solarpark: Wie Ahaus-Alstätte aus einer Deponie saubere Energie gewinnt

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenmast, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Solarpark: Wie Ahaus-Alstätte aus einer Deponie saubere Energie gewinnt

Auf einem stillgelegten Deponiegelände in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt, nachdem der Kreis Borken grünes Licht gegeben hat. Das Vorhaben soll ein schwer nutzbares Areal in eine Quelle erneuerbarer Energien verwandeln. Für die Verantwortlichen ist es eine pragmatische Lösung für ein Gelände, das sich für herkömmliche Bebauung nicht eignet.

Jahre lang machte der instabile Untergrund der Deponie eine Nachnutzung nahezu unmöglich. Durch absackenden Boden und unebenes Terrain scheiden die meisten Bauvorhaben aus – doch Solarmodule lassen sich mit minimalen Eingriffen in den Untergrund installieren. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) übernimmt die Projektleitung und sorgt dafür, dass technische und ökologische Standards eingehalten werden.

Geplant sind zudem groß dimensionierte Energiespeicherbatterien auf dem Gelände. Diese sollen überschüssigen Windstrom zwischenspeichern und so zur Stabilisierung der regionalen Energieversorgung beitragen. Damit der Solarpark staatliche Fördergelder erhält, muss er bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein.

Ein zentraler Vorteil des Projekts ist die finanzielle Entlastung der Anwohner:innen. Die Einnahmen aus dem Solarpark könnten die Unterhaltskosten der Deponie senken und möglicherweise die Müllgebühren für Haushalte in der Region reduzieren.

Das Vorhaben gibt einem Gelände eine neue Bestimmung, das sonst kaum sinnvoll genutzt werden könnte. Bei termingerechter Fertigstellung würde es nicht nur die regionalen Energieziele voranbringen, sondern auch den finanziellen Druck auf die Abfallentsorgung verringern. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, dass die Inbetriebnahme bis 2025 gelingt – nur dann winken die notwendigen Fördermittel.

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