09 June 2026, 00:10

Antisemitische Vorfälle erschüttern Kölner Kreisliga-Fußballspiel

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Vorfälle erschüttern Kölner Kreisliga-Fußballspiel

Ein Fußballspiel in der Kölner Kreisliga D1 hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die Partie zwischen TuS Makkabi Köln und der zweiten Mannschaft von TFG 78 Nippes am 14. September endete mit einem 7:2-Sieg für Makkabi – doch die Folgen des Spiels haben nun juristische Konsequenzen nach sich gezogen. Die Behörden ermitteln mittlerweile wegen des Verdachts, dass Spieler beschimpft, angespuckt und körperlich angegriffen wurden.

TuS Makkabi Köln berichtete, dass mehrere seiner Spieler während und nach dem Spiel antisemitischen Beschimpfungen ausgesetzt gewesen seien. Zwei Spieler seien demnach angespuckt, andere körperlich attackiert worden. Der Verein hat daraufhin bei der Staatsanwaltschaft Köln unter dem Aktenzeichen 121 Js 1993/25 Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet.

Der Fußballverband Mittelrhein hat reagiert und für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht in der Sportschule Hennef angesetzt. Gegenwärtig stehen sechs Personen unter Verdacht, in die Vorfälle verwickelt zu sein. TFG Nippes II hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen, kündigte später jedoch an, die Ereignisse intern mit den Anwesenden aufzuarbeiten.

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Die Ermittler arbeiten weiterhin daran, den genauen Hergang zu rekonstruieren. Die Aufklärung der Vorfälle ist noch nicht abgeschlossen, und es liegen noch keine abschließenden Erkenntnisse vor.

Bei der Anhörung am 10. Oktober werden die Beweise und Zeugenaussagen im Zusammenhang mit dem Spiel geprüft. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten disziplinarische Maßnahmen gegen die Verantwortlichen folgen. Der Fall wirft zudem die Frage auf, wie es um Diskriminierung im Amateurfußball bestellt ist.

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