20 March 2026, 22:08

3,6-Millionen-Betrug: Krankenschwester und Apotheker vor Gericht in Köln

Ein Mann im Anzug sitzt an einem Tisch mit einer Waage davor und sieht entschlossen aus, während er Dokumente mit Text und Zahlen durchsieht.

3,6-Millionen-Betrug: Krankenschwester und Apotheker vor Gericht in Köln

In Köln müssen sich eine Krankenschwester und ein Apotheker wegen eines mutmaßlichen Betrugsverfahrens verantworten, durch das Krankenkassen Schaden in Höhe von 3,6 Millionen Euro entstanden sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, über zweieinhalb Jahre hinweg gefälschte Rezepte für teure medizinische Hilfsmittel eingereicht zu haben.

Der Betrug soll von Februar 2020 bis Juli 2022 stattgefunden haben. Die Krankenschwester soll demnach gefälschte Verzordnungen für SymbioInfekt-TheraKits besorgt haben – Wundauflagen, die pro Packung etwa 3.400 Euro kosten. Laut Anklage reichte sie diese an den Apotheker weiter, der sich den Großhandelspreis abzüglich einer zehnprozentigen Provision einbehielt.

Der Apotheker bestreitet jede Beteiligung und gab an, er habe den Zusicherungen über geringere Kosten und korrekte Abrechnung vertraut. Die Staatsanwaltschaft hingegen argumentiert, beide Angeklagten hätten mit gemeinsamer krimineller Absicht gehandelt.

Bisher wurden 900.000 Euro der erbeuteten Summe zurückerstattet. Im Falle einer Verurteilung müsste der Apotheker die verbleibenden 2,7 Millionen Euro in monatlichen Raten von 10.000 Euro begleichen. Eine Rückforderung des Geldes vom Geschäftspartner der Krankenschwester gilt als unwahrscheinlich, da das beteiligte Unternehmen inzwischen insolvent ist.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht die Frage, ob die beiden wissentlich durch abgestimmte Falschabrechnungen die Krankenkassen betrogen haben. Eine Verurteilung würde den Apotheker zur Rückzahlung von Millionen verpflichten, während die finanzielle Haftung der Krankenschwester aufgrund der Insolvenz ihres Geschäftspartners unklar bleibt.

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